Aktuelles
Liebe Freunde der Herberge Machelhof,
seit zwei Wochen gibt es eine Schwitzhütte auf dem Gelände der Herberge, die ich mit Andreas Süßkow zusammen gebaut habe.
Zu Silvester wird diese eingeweiht. Wenn Ihr Zeit und Lust habt, könnt Ihr Euch gerne dazu anmelden.
Die Schwitzhütte ist Silvester gut gelaufen, deshalb organiesieren wir für Freunde, Bekannte und Interessierte am 16. April und 7. Mai die nächsten Schwitzhütten. Ihr seid Alle herzlichst dazu eingeladen. Infos gibt es beim Machelhof.
Andreas Süskow gibt schon mal die Basisinfos :
Die Schwitzhütte
Die Schwitzhütte ist ein aus Weiden gebundenes, igluförmiges Gestell, das mit Stoff gedeckt wird.
In einem externen Feuer werden Feldsteine erhitzt, die in die Mitte der Schwitzhütte gelegt werden.
Die Teilnehmer sitzen im Kreis um die heißen Steine, auf die Wasser gegossen wird um die gewünschte Hitze zu erzeugen.
Die Frauen gehen in beinlangen Kleidern oder Röcken und T-Shirts in die Schwitzhütte, die Männer in Shorts.
Alle Teilnehmer sollten zudem ein Handtuch und ein Badetuch und evtl. Badelatschen und einen Bademantel mitbringen.
Trauerarbeit in der Schwitzhütte
Zunächst kann die Schwitzhütte als eine Reinigung der vier Ebenen:
Körper, Geist, Emotion (Psyche), Seele (Spiritualität) verstanden werden.
So wie der Schweiß im Körper vorhandene Gifte nach außen transportiert , kann durch den engen Kontakt mit den vier Elementen: Feuer, Wasser, Erde, Luft und der damit verbundenen, veränderten Wahrnehmung auch geistige und emotionale Schlacke in die Reichweite unseres Bewusstseins gespült und so bearbeitet werden.
Wir sehen die Zeremonie quasi als ein Lösungsmittel für überalterte Gedankenmuster, uns behindernde Gewohnheiten und alte, destruktive Gefühle, die eigentlich nicht mehr zu uns gehören und unsere Entwicklung bremsen, die sich aber nur verändern lassen, wenn sie erkannt, benannt und so zum Ausdruck gebracht werden können.
Nach innen schauen, um Gefühle nach außen zu bringen, ist besonders auch für Trauernde ein Thema.
Egal ob die Trauer ausgelöst wird durch den Verlust einer Partnerschaft, des Arbeitsplatzes oder der Heimat, besonders aber durch den Tod eines nahestehenden Menschen, immer wird das gewohnte Lebenssystem erschüttert und der Schwall der damit verbundenen, oft widersprüchlichen Gefühle macht uns orientierungslos.
Der geschützte Raum der Schwitzhütte hilft uns, diese Gefühle zuzulassen ohne dass sie einer Wertung von richtig oder falsch unterliegen. So kann sich unser Eindruck vom „ entweder-oder“ wandeln in ein „sowohl-als auch“. Das erleichtert die Entwicklung einer neuen, optimistischen Lebensperspektive.
